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SOS ACHENRAINSCHLUCHT

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Willkommen auf den Seiten von SOS Achenrainschlucht, Bürgerinitiative zum Schutze des Fernerbachs, Ridnauntal.

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Über uns

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Über uns

Die Initiativgruppe SOS-Achenrainschlucht
hat sich im Herbst 2010 gebildet, nachdem das Thema Großkraftwerk „Achenrain“ wieder aktuell geworden war.

Am 23. November fand im Vereinssaal in Mareit eine sehr gut besuchte Informationsveranstaltung zum geplanten E-Werk am Fernerbach in der Talstufe zwischen Ridnaun und Mareit statt. Über 200 Interessierte waren der Einladung der Initiativgruppe „SOS-Achenrainschlucht“ gefolgt.

In der Einführung erklärte die Initiativgruppe, sie sei zwar nicht grundsätzlich gegen E-Werke, aber entschieden gegen ein Kraftwerk im Naturdenkmal Achenrainschlucht.

Die Achenrainschlucht war erstmals 1999 als Naturdenkmal ausgewiesen worden, und zwar als Ausgleichsmaßnahme zum genehmigten E-Werk „Seebach“ in Maiern (Ridnaun). Im Jahre 2004 suchte dann die Gemeinde allerdings um die Möglichkeit der hydroelektrischen Nutzung des Fernerbaches in der Schlucht an. Dem stimmte die Landesregierung unter der Voraussetzung zu, dass dadurch der besondere Natur- und Erlebniswert dieses Baches nicht beeinträchtigt werde. Die Tatsache, dass damit ein E-Werk-Bau im Naturdenkmal nicht mehr grundsätzlich ausgeschlossen ist, wirft nach Meinung der Initiativgruppe kein gutes Licht auf die Glaubwürdigkeit von politischen Versprechungen.

 

Resolution

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Resolution

Initiativgruppe „SOS Achenrainschlucht“

Es wird vorausgeschickt,

• dass in Südtirol die Ressource Wasser bereits in einem sehr hohen Maß energetisch genutzt wird,
• dass ein weiterer Ausbau der Wasserkraft weder für die Versorgungssicherheit noch für die Erreichung der Klimaziele zwingend notwendig ist,
• dass bei neuen E-Werk-Projekten im Zweifelsfall der Ökologie und dem Landschaftsschutz der Vorzug vor der Ökonomie gegeben werden muss,
• dass in Zukunft das Hauptaugenmerk auf das enorme Potential der Energieeinsparung und Effizienzsteigerung gelegt werden soll,
• dass Südtirol noch einige wenige Gefällestufen (Waldschluchten) mit naturbelassenen Bachabschnitten besitzt, die für die Ökologie, für die Lebensqualität der Einheimischen, aber auch für den Tourismus von großem Wert sind,
• dass die Achenrainschlucht in der Talstufe zwischen Ridnaun und Mareit zu diesen besonders kostbaren intakten Natur- und Urlandschaften Südtirols gehört, die nicht zuletzt auch für das Selbstverständnis des Landes wesentlich sind.

All dies vorausgeschickt, beantragen wir für die im Jahre 2005 als Naturdenkmal ausgewiesene Achenrainschlucht den entsprechenden Schutz, der eine hydroelektrische Nutzung ausschließt.

Die Initiativgruppe „SOS-Achenrainschlucht“

 

Publikation

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Publikation Achenrainschlucht

Vorwort aus der Publikation „Für den Schutz der Achenrainschlucht“

Wo eine vorausschauende Politik nicht rechtzeitig regulierend eingreift, macht sich ein Wildwuchs breit – so wie derzeit im Bereich der erneuerbaren Energien. Die Profitgier Einzelner, aber auch von Gemeinden kennt mitunter keine Grenzen. Mit dem Argument, „saubere“ Energie zu produzieren und Geldquellen sprudeln zu lassen, glauben manche – auf Kosten von Natur und Landschaft – nach Belieben schalten und walten zu können, und sie erwarten sich, indem sie den Bürgern materielle Vorteile versprechen, in populistischer Weise auch noch den allgemeinen Beifall.

Im Reißwolf der Wirtschaftsinteressen geht es mit unserer Heimat bergab. Wenn die Naturressourcen bis zum Letzten ausgebeutet werden, verliert unser Land sein unverwechselbares Gesicht, ja seine Seele. Die schon so oft beklagte Salamitaktik, dieser schleichende Prozess der Inanspruchnahme immer neuer Naturräume, führt zu einer verbauten und ökologisch verarmten Landschaft, der die Schönheit und der Erlebnis-Charakter abhanden kommen. Dies wird von immer mehr Menschen als Fehlentwicklung erkannt. Wenigstens einige Kernräume authentischer Naturlandschaft sollten erhalten bleiben. Die gern ins Feld geführten so genannten Ausgleichsmaßnahmen sind oftmals nur eine Augenauswischerei, sind bestenfalls kleine Trostpflaster, aber kein Ersatz.

Die Achenrainschlucht gehört zu diesen wenigen noch erhaltenen originären Landschaften. Der die Schlucht durchtosende Fernerbach ist noch unverbaut. Besonders wohltuend ist, dass diese Waldschlucht weitab von störenden Einflüssen, vor allem vom Straßenverkehr liegt. Teile des Tobels sind gänzlich unerschlossen und einzig den Naturkräften überlassen. Darf sich der Mensch – zum Nachteil der bedrängten, wehrlosen Mitgeschöpfe – wirklich alles unter den Nagel reißen?

Und wie steht es mit der Glaubwürdigkeit und Verlässlichkeit von politischen Versprechungen? 1999 wurde die Achenrainschlucht als Naturdenkmal ausgewiesen. Für den genehmigten E-Werk-Bau „Seebach“ oberhalb von Maiern sollte – im Gegenzug – die urtümliche Waldschlucht zwischen Ridnaun und Mareit von Verbauung und hydroelektrischer Nutzung verschont bleiben. Im überarbeiteten Landschaftsplan von 2005 wurde aber auf Betreiben der Gemeinde Ratschings ein Passus eingefügt, der einen E-Werk-Bau in der Achenrainschlucht nicht mehr grundsätzlich ausschließt. Allerdings müsste ein derartiger Eingriff – so die Einschränkung durch die Südtiroler Landesregierung – „auf den besonderen Natur- und Erlebniswert dieses Baches“ Rücksicht nehmen (Amtsblatt vom 16.8.2005).
Ein E-Werk-Bau, der dem Bach im Durchschnitt zwei Drittel des Wassers entzieht, sollte damit eigentlich ausgeschlossen sein.
Hinzu kommt, dass es sich hier um ein geologisch äußerst sensibles Gebiet handelt. Die Auswirkungen des Stollenbaus (Durchmesser dreieinhalb bis vier Meter) auf die instabilen Hänge wären unvorhersehbar. Ein einmal getätigter Eingriff würde unweigerlich weitere Eingriffe nach sich ziehen. Die Achenrainschlucht, in der der charakteristische Wildbach nur mehr eine Restwasserstrecke wäre, würde das Prädikat „Naturdenkmal“ nicht mehr verdienen.

Die kulturbewussten und um die Heimat besorgten Menschen im Lande wünschen sich einen sehr bedachtsamen Umgang mit den noch vorhandenen Naturreichtümern und keinen Raubbau.

Aus ff 19 vom 12. Mai 2011
Prisma: Resolution in Buchform
Umwelt: „Besteht bald überhaupt kein Respekt mehr vor der Schönheit und Einmaligkeit der Natur? Ein E-Werk-Bau in dieser unversehrten Naturlandschaft wäre ein Verbrechen!“ Dieses Zitat von Ex-Landesrat Karl Oberhauser findet sich im Büchlein „Für den Schutz der Achenrainschlucht“. Herausgegeben hat es die Initiativgruppe „SOS Achenrainschlucht“. Mit dem Büchlein will die Initiativgruppe verhindern, dass einer der letzten verbliebenen Wildbäche des Landes in Ridnaun verbaut wird.
Die Gemeinde Ratschings plant ein Wasserkraftwerk in der Achenrainschlucht, die seit 1999 als Naturdenkmal ausgewiesen ist. Nun haben sich zahlreiche prominente Unterstützer formiert, die die Schlucht in ihrer Ursprünglichkeit erhalten wollen und eine Resolution gegen ein Wasserkraftwerk unterzeichnet haben: darunter beispielsweise Bischof Karl Golser, Unirektor Walter Lorenz, Unternehmer Heiner Oberrauch, Buchautorin Inga Hosp und Schriftsteller Herbert Rosendorfer.

 

Leserbriefe

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Leserbriefe

„Dolomiten“ am 17.6.2011

Ratschings E-Werke
von Gerda Trenkwalder, Mareit

Für die Gemeindeverwalter von Ratschings hat plötzlich der Natur- und Umweltschutz scheinbar oberste Priorität. In einer Dringlichkeitssitzung am 3. Juni fasste der Gemeinderat einen Grundsatzbeschluss, wonach es der Wunsch der Gemeinde ist, bei bestimmten Bachabschnitten die hydroelektrische Nutzung zu verbieten. Betroffen wären die Talbäche von Mareit, Ratschings und Jaufental, wo es Teilstücke mit einem guten Gefälle gibt. Dass aber ein landschaftliches und ökologisches Juwel wie das Naturdenkmal Achenrainschlucht nicht in diese Liste aufgenommen wurde, lässt die Sache in einem ganz anderen Licht erscheinen. Es ist offensichtlich, dass die Gemeinde mit diesem Beschluss nur eines bezweckt: Um das Großkraftwerk „Achenrain“ durchzusetzen, sollen mögliche Alternativen momentan ausgeschaltet werden, obwohl sie aus ökologischer und landschaftlicher Sicht weniger bedenklich wären. Nach einigen Jahren, wenn einmal das Großkraftwerk gebaut ist, kommen dann – darauf kann man Gift nehmen – auch die jetzt verschonten Bachabschnitte an die Reihe. Dieser faule Trick ist leicht zu durchschauen.

„Dolomiten“ am 6.6.2011

„Kompromiss zu Gunsten des Naturdenkmals“

Im Energiebereich ist derzeit vieles im Fluss. Der Ausbau erneuerbarer Energien wird auch vom Land vorangetrieben. Einige Gemeinden lassen Energieleitbilder erstellen. Auch private Investoren sind bestrebt ins lukrative Energiegeschäft einzusteigen. Die Gemeinde Ratschings setzt stark auf die Wasserkraft. Das Großprojekt „Achenrainschlucht“ stößt allerdings auf harten Widerstand der Naturschützer. Gerda Trenkwalder aus Mareit, Mitglied der Initiativgruppe „SOS Achenrainschlucht“, zeigt im folgenden Beitrag mögliche Alternativen zum geplanten Großkraftwerk auf.

Die Initiativgruppe „SOS Achenrainschlucht“ hat wiederholt betont, dass sie nicht grundsätzlich gegen neue Wasserkraftwerke ist. Sie ist überzeugt, dass der Umstieg auf die erneuerbaren Energien Kompromisse notwendig macht. Es lassen sich durchaus noch einige Bachabschnitte finden, wo sich der landschaftliche und ökologische Schaden durch ein E-Werk in Grenzen hält.
Zurzeit ist ein Projekt eines Privaten in Begutachtungsphase, das den Mareiter Bach außerhalb des Weilers Remlau betrifft. Da die besonders wertvollen Bachabschnitte (Biotop Angererau in Mareit; revitalisierte und aufgeweitete Bachstrecke in Stange/Gasteig) ausgeklammert werden, kann man – vorausgesetzt, dass die vorgesehene Restwassermenge von teilweise nicht einmal zwanzig Prozent erhöht wird – dem Vorhaben zustimmen.
Die Frage ist nur, warum die Gemeinde Ratschings hier das Feld Privaten überlässt. Die Gemeinde ist bereits an zwei größeren E-Werken beteiligt. Hier könnte sie ganz eigenständig ein Werk realisieren. Da es auf Sterzinger Gemeindegebiet errichtet würde, wäre es außerdem eine Gegenleistung für das städtische E-Werk auf Ratschinger Gemeindegebiet in Gasteig/Jaufental.
Wenn man weiters bedenkt, dass in Innerratschings in der Gefällestufe hinter der Talstation des Skiliftes ebenfalls ein E-Werk mittlerer Größe leicht machbar und aus naturschützerischer Sicht auch vertretbar wäre, dann ist es nicht verständlich, warum die Gemeinde sich nicht entsprechend um den Zuschlag für diese möglichen Projekte bemüht. Von anderen Gemeinden hört man stets, dass sie, um dem Gemeinwohl den Vorzug zu geben, aktiv werden, bevor Private zum Zug kommen.
Die Gemeinde Ratschings sollte – im Interesse der Heimat und auch des Tourismus – vom Großprojekt „Achenrain“ Abstand nehmen, dieses einmalige Naturdenkmal von Verbauung verschonen und sich für die durchaus leistungsstarken, aber weniger umweltschädlichen Alternativen entscheiden.

„Dolomiten“ am 21.4.2011

Energieverbrauch Strompreise
von Rudolf Trenkwalder, Mareit

„Energie ist viel zu billig“, sagt einer der einflussreichsten Handelsmanager Europas (WIKU, 17.11.2010, S. 3). Die Folge davon ist ein unsinniger Handelsverkehr zwischen weit entfernten Ländern und Kontinenten. Ökologisch sei dies ein Schwachsinn, ein Verbrechen.
Trotzdem geht auch bei uns ein Aufschrei durch die Medien, wenn der Benzinpreis steigt. Sieht man aber, wie viel reine Spazierfahrten und Vergnügungs-Spritztouren auf unseren Straßen erfolgen und wie der ständig steigende Verkehr für die Anrainer immer unerträglicher wird, dann ist teureres Benzin das einzige wirksame Korrektiv.
Das Gleiche gilt für den Strompreis. Die SEL-AG und manche Gemeindeverwalter locken mit verbilligtem Strom, damit sie sich leichter über unsere letzten Bäche hermachen können. Wird nicht jetzt schon viel Strom verschwendet? Billigere Strompreise werden den Stromverbrauch erst recht in die Höhe treiben. Ist einmal alles verbaut, werden die Strompreise ohne Zweifel wieder steigen; aber der Heimat hat man einen nicht wieder gut zu machenden Schaden zugefügt. Wenn Südtirol, wie hiesige Tourismusfachleute meinen, eine der begehrtesten Urlaubsdestinationen Europas werden soll, muss es sich seinen Naturreichtum erhalten.

„Dolomiten“ am 19.3.2011

Neue E-Werke Mit Augenmaß
von Rudolf Trenkwalder, Mareit

Die Katastrophe von Fukushima wird hoffentlich den allmählichen Ausstieg aus der Atomenergie einleiten. Die großen Industrienationen werden sich auf die erneuerbaren Energien, besonders auf die Solar- und Windenergie, umstellen. Wir in Südtirol sollten auf dem bereits beschrittenen Weg fortfahren, ohne aber dabei das Augenmaß zu verlieren. Es gibt bei uns noch große Potentiale im Bereich der Photovoltaik, die – bei Einhaltung klarer Regeln bezüglich des Landschaftsbildes – weitgehend umweltverträglich ist. Der weitere Ausbau der Wasserkraft ist nur dort vertretbar, wo kein großer ökologischer Schaden entsteht und wo nicht eine einmalige authentische Naturlandschaft betroffen ist.
Naturdenkmäler müssten auf alle Fälle unberührt und in ihrer Schönheit erhalten bleiben, sonst würde man den Menschen viel Heimatgefühl rauben und den damit verbundenen Idealismus zerstören. Eine bis in die letzten Winkel verbaute, banalisierte Landschaft wäre zudem ein großer Schaden für den Tourismus, den wichtigsten Wirtschaftszweig des Landes. Damit der Energieverbrauch nicht ein Fass ohne Boden wird, braucht es steuernde Maßnahmen, z. B. einen reduzierten Strompreis bis zu einem bestimmten Verbrauch.

„Dolomiten“ am 15.12.2010

Heimat Für Silberlinge verkauft
von Rudolf Trenkwalder, Mareit

Die Bau- und Energielobby will, auf Teufel komm raus, auch noch unsere letzten Bäche verbauen. Sie macht sogar vor den Naturdenkmälern nicht Halt (siehe Achenrainschlucht) und wundert sich dann, wenn sie ein schlechtes Image hat. Südtirol steht jedenfalls am Scheideweg.
Pfeifen wir auf die Schönheit und landschaftlichen Juwelen unseres Landes und lassen uns von ein paar Silberlingen blenden, oder erkennen wir, dass diese einmalige Natur- und Kulturlandschaft unser wahres Kapital ist? Was zieht die vielen Urlauber in unser Land? Es ist die authentische Landschaft und das großartige Naturerlebnis.
Verbilligter Strom – und zwar für alle 116 Gemeinden Südtirols, auch für jene (rund 70), die keine Möglichkeit für E-Werke haben – hängt doch nicht davon ab, ob wir unsere letzten, besonders kostbaren Naturlandschaften opfern, sondern einzig und allein vom politischen Willen auf Landesebene.
Hat es also einen Sinn, dass wir viel zerstören und im Verhältnis dazu wenig gewinnen? Erhalten wir deshalb uns und der Nachwelt das einzigartige Erbe! Dies umso mehr, wenn ein E-Werk-Bau (Achenrainschlucht) wegen der prekären geologischen Verhältnisse (Bergsturzgelände) unvorhersehbare Auswirkungen hätte.

„Dolomiten“ am 10.12.2010

Die Gemeinde Ratschings hat sich im Oktober für den Bau eines E-Werks in der Talstufe zwischen Ridnaun und Mareit ausgesprochen. Vom Bau betroffen wäre die 2005 als Naturdenkmal ausgewiesene Achenrainschlucht. Auch der Naturlehrpfad von Schloss Wolfsthurn ist als vorgesehener Standort des Krafthauses in das von der Gemeinde favorisierte Projekt miteinbezogen. – Gegen diesen E-Werk-Bau wendet sich die Initiativgruppe „SOS Achenrainschlucht“, die sich vor kurzem gebildet hat. Sie hat bereits einen sehr gut besuchten Informationsabend in Mareit veranstaltet und geht auch im Folgenden auf das Vorhaben der Gemeinde ein.

E-Werk in der Achenrainschlucht?

Die Gemeinde Ratschings ist bereits am E-Werk „Seebach“ in Maiern, dem größten auf dem Gemeindegebiet, mit über 50 Prozent beteiligt. Nun will die Gemeinde ein weiteres E-Werk bauen (lassen), wobei das Naturdenkmal Achenrainschlucht durch den Entzug von durchschnittlich zwei Dritteln des Wassers aus dem Fernerbach – nach unserer Auffassung – unwiederbringlich geschädigt würde. Wir haben schon wiederholt darauf hingewiesen, dass die Achenrainschlucht (und noch mehr der Bachabschnitt vom Hofmannsteg bis zum Naturlehrpfad von Schloss Wolfsthurn, wo das Krafthaus geplant ist), ein viel breiteres Bachbett hat als die gern als positives Beispiel genannte Schlucht oberhalb von Maiern (E-Werk „Seebach“). Daher sind die beiden Schluchten nicht vergleichbar. Die über drei Kilometer lange Bachstrecke zwischen Ridnaun und Mareit würde mit dem Restwasser jedenfalls nur mehr ein klägliches Bild abgeben. Hinzu kommt, dass das reale Restwasser oft nicht dem vorgeschriebenen entspricht.
Es sind aber auch die erhofften finanziellen Vorteile für die Gemeinde zu hinterfragen. Die Gemeinde möchte am geplanten Werk eine Beteiligung von (wenigstens) 50 Prozent. Die anderen 50 Prozent würden auf alle Fälle in die Taschen der SEL (oder HYDRO-Energy-GmbH) gehen. Was ist weiters, wenn die Gemeinde Ratschings in Zukunft vom Land weniger Gelder zugewiesen bekommt, weil sie – im Unterschied zu vielen anderen Gemeinden – Gewinne aus den E-Werken bezieht? Selbst Bürgermeister Helfer hat sich in diesem Zusammenhang dahin geäußert, dass man mit Gemeinden, die keine E-Werke haben, solidarisch sein müsse.
Hat es sich dann aber für die Gemeinde ausgezahlt, ihr eigentliches Kapital, die einmalige Naturlandschaft, für immer zu zerstören? Müsste eine Tourismusgemeinde wie Ratschings nicht alles daran setzen, ihre attraktivsten Naturerlebnisräume (auch den kommenden Generationen) zu erhalten? Sie nämlich sind die wahren Goldreserven, und nicht das kurzfristige und unsichere Energiegeschäft!

 

Aktionen

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Aktionen
Aktionen – Veranstaltungen

Aktionen – Unterschriften

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Bei der Informationsveranstaltung am 23. November 2010 haben sich zahlreiche Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde Ratschings für den Schutz der Achenrainschlucht ausgesprochen.

Da dieses Naturdenkmal aber nicht nur von lokaler Bedeutung ist, hat sich die Initiativgruppe landesweit an Personen von Rang und Namen gewandt und diese ersucht, eine Resolution zu unterstützen. All jene, denen die Achenrainschlucht noch nicht bekannt war, konnten sich anhand eines Kurzfilms (DVD), gedreht vom Sterzinger Naturfilmer Hans Bacher, ein Bild von der Schlucht machen.

Die Namen der Unterzeichner/innen sowie deren Aussagen bzw. Bemerkungen sind im Büchlein „Für den Schutz der Achenrainschlucht“ abgedruckt. Es ist im Buchhandel erhältlich.

 

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