Clicky

Ökoinstitut Südtirol erhält europäischen Solarpreis

11.07.11 | | Kategorie | Artikel | Berichte | Südtirol | RSS | Drucken Drucken

Solarpreis

Das Ökoinstitut Südtirol/Alto Adige hat eine Auszeichnung für wissenschaftliche und kulturelle Pionierleistung erhalten.

Anlässlich einer internationalen Tagung der italienischen Architektenkammer in Rom wurde dem Ökoinstitut Südtirol/Alto Adige vor kurzem von „Eurosolar“ eine bedeutende Auszeichnung verliehen, nämlich der europäische Solarpreis für die Sektion Italien. Eurosolar ist eine europäische Vereinigung, die sich zum Ziel gesetzt hat, atomare und fossile Energien durch erneuerbare Energien zu ersetzen. Sie wurde im Jahr 1988 von Hermann Scheer gegründet, wofür dieser im Jahr 1999 den alternativen Nobelpreisträger erhalten hat.

Frau Prof. Sartogo und Peter Droege würdigten das Ökoinstitut für seine über 20jährige Tätigkeit im Dienste des gesamteuropäischen Umweltgedankens. Durch couragierte Pionierarbeit und durch die Vernetzung und Verbreitung wissenschaftlicher Erkenntnisse in einer neuen kulturellen Perspektive sei das Ökoinstitut Südtirol ein wichtiger Baustein für ein zukunftsfähiges Europa. In der Begründung für die Preisverleihung wiesen Frau Sartogo, Vorsitzende von Eurosolar Italien, und Herr Droege, Nachfolger des verstorbenen Präsidenten Hermann Scheer, auf den unermüdlichen Einsatz und den Weitblick seines Mitgründers und langjährigen Präsidenten, Hans Glauber, hin. Der Preis sei postum ein Zeichen der Anerkennung und Wertschätzung. Helmuth Moroder, Vizepräsident des Ökoinstitutes, und Lisa Glauber, Schwester von Hans Glauber, nahmen den Preis entgegen. In einer kurzen Dankesrede erinnerte Helmuth Moroder an die vielen Initiativen, zu denen Hans Glauber den Anstoß gegeben hatte und verwies auf die wichtige Rolle Südtirols im Nord-Süd-Transfer. Moroder erinnerte auch an Alexander Langer als einen bedeutenden Vordenker der öko-sozialen Bewegung. Dank ihnen und mit Unterstützung vieler anderer konnte Südtirol früher als andere Provinzen Italiens wichtige Zeichen und entscheidende Schritte im Umweltbereich setzen. Ohne sie wäre nicht nur Südtirol sondern auch Italien um einiges ärmer.

Das Ökoinstitut Südtirol befand sich bei dieser Feier in illustrer Runde. Niki Vendola, Präsident der Region Apulien, war persönlich anwesend, um den Preis für das neue Energiemodell Apulien entgegenzunehmen. Dem Unternehmen Gruppo Loccioni aus Pescara, einem Hochtechnologie-Zentrum für Messgeräte im Bereich Nachhaltigkeit, wurde der Preis für Industrie zuerkannt.

 

Nutzerbewertungen